Stromsparende Echolot-Einstellung

Alles rund um das Echolot
Antworten
Benutzeravatar
Salvelinus
Beiträge: 26
Registriert: 28.04.2020, 13:10
Meine Gewässer: Listersee, Biggesee, Lenne
Wohnort: Hohenlimburg
Kontaktdaten:

Stromsparende Echolot-Einstellung

Beitrag von Salvelinus »

Da mein voll geladener Lithium-Ionen-Akku (7Ah) in der Vergangenheit immer mal wieder schon den Geist aufgab noch bevor der Angeltag zu Ende war habe ich mir mal die Mühe gemacht und die Stromaufnahme meines Humminbird Helix 5 DI GPS gemessen.
Der Mittelwert beträgt bei Standard-Einstellung ca. 0,57 Ampere. Dann habe ich probiert ob sich die Stromaufnahme durch eine andere Einstellung reduzieren lässt. Die einzige Einstellung bei welcher sich der Strom nennenswert veränderte war die Hintergrundbeleuchtung der LCD-Anzeige, welche letztendlich für die Bildschirmhelligkeit verantwortlich ist. In der Standardeinstellung steht diese auf dem Maximalwert 10. Bei einer Reduzierung um 3 Stufen auf den Wert 7 verringert sich die Stromaufnahme bei meinem Modell um ca. 30% auf 0,4 Ampere. Die Bildschirmhelligkeit nimmt dadurch zwar etwas ab, ist aber immer noch ausreichend. Eine weitere Reduzierung der Helligkeit ist mir dann aber doch zu dunkel. Damit ich auch bei Sonnenlicht das Display besser ablesen kann, habe ich mir zusätzlich aus schwarzem Karton eine Sichtblende gebastelt.
Leider lässt sich diese Einstellung nicht abspeichern und ich muss nach jedem Einschalten daran denken den Wert für die Hintergrundbeleuchtung manuell herunterzustufen.
In der Praxis hat sich diese Einstellung gut bewährt. Mittlerweile habe ich so etliche Angeltage absolviert und der Akku hat immer locker bis zum Abend durchgehalten.
Vielleicht hilft dieser Hinweis ja dem Einen oder Anderen von Euch mit ähnlichen Problemen. Möglicherweise nennt sich die Einstellung bei anderen Modellen oder Fabrikaten auch anders, wie z.B. Bildschirmhelligkeit etc., aber grundsätzlich dürfte sich mit einer Reduzierung dieses Wertes auch bei anderen Echolot-Typen die Stromaufnahme verringern lassen.

Gruß, Thomas
Zum Angeln geboren, zur Arbeit gezwungen
https://www.youtube.com/user/SalvelinusSalvelinus

Benutzeravatar
vatas-sohn
Beiträge: 223
Registriert: 14.06.2012, 21:34
Meine Gewässer: Havel, Ostsee und der ganze Osten Deutschlands

Re: Stromsparende Echolot-Einstellung

Beitrag von vatas-sohn »

Ja Thomas, das ist gängige Praxis. Daß Dein Echolot die Einstellung allerdings nicht speichert ist ein dolles Ding und eben nicht gerade schön. Mein Garmin muß ich herunterregeln, weil das Display sonst eh viel zu hell ist. Bei meinem Raymarine zuvor war das auch der Fall. Beide Echos speichern jedoch die Einstellung, so daß man das nicht jedes Mal neu machen muß. Ich denke, daß es auch bei Humminbird sicher irgendwo ein Knöpfchen dafür geben dürfte.
Was Deinen Li-Io- Akku anbelangt, so ist der entweder nicht von guter Qualität oder Dein Angeltag zu lang :lol: . Bei dem Verbrauch den Du gemessen hast, sollte der Akku locker 12 Stunden mitmachen. Tut er es nicht, dann stimmt entweder die Kapazitätsangabe oder Deine Messung nicht. Wenn der Akku allerdings minderer Qualität ist, dann kann natürlich auch die schlechteste Zelle als Orientierung für die anderen Zellen dienen und somit den angegebenen Kapazitätswert unerreichbar machen. Das ist eben ein Qualitätsmerkmal, wie man es leider nur bei wenigen Akkuhändlern findet. Magst Du verraten, was genau das für ein Akku ist?
Grüße aus Brandenburg an der Havel! :hiding:

Ron

Benutzeravatar
Salvelinus
Beiträge: 26
Registriert: 28.04.2020, 13:10
Meine Gewässer: Listersee, Biggesee, Lenne
Wohnort: Hohenlimburg
Kontaktdaten:

Re: Stromsparende Echolot-Einstellung

Beitrag von Salvelinus »

Hallo Ron,

mein Akku besteht aus 2 parallel geschalteten älteren Akkus mit je 3700 mAh und einer Nominalspannung von 10,8 V. Die stammen von Toshiba-Laptops, welche bereits vor über 10 Jahren in unserer Firma ausgemustert wurden. Vermutlich werden die bereits mehr als 15, wenn nicht gar 20 Jahre auf dem Buckel haben. Von daher wird die ursprüngliche Kapazitätsangabe auch vermutlich nicht mehr erreicht.
Allerdings ist der von mir gemessene Aufnahmestrom des Echolotes wahrscheinlich nicht der tatsächliche Wert. Der mehrmals pro Sekunde auftretende Spitzenwert, also immer wenn der Geber ein Signal abgibt, dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Die Leistungsangabe des Herstellers für die Sendeleistung ist 4000 Watt Peak to Peak bzw. 500 Watt RMS und für die Stromaufnahme gibt Humminbird 615 mA an. Mit einem herkömmlichen Amperemeter lässt sich dieser Strom auch nicht wirklich messen, da bei einem analogen Messgerät der Zeiger im Takt des Echosignals pulsiert. Der von mir gemessene Wert ist daher nur der Wert auf welchem der Zeiger des Amperemeters "zitternd" stand und wohl nicht der tatsächliche Mittelwert.
Aber trotzdem komme ich jetzt mit der sparsameren Einstellung für die Bildschirmhelligkeit mit dem Akku gut über den Angeltag was vorher so nicht der Fall war.

Gruß, Thomas
Zum Angeln geboren, zur Arbeit gezwungen
https://www.youtube.com/user/SalvelinusSalvelinus

Benutzeravatar
vatas-sohn
Beiträge: 223
Registriert: 14.06.2012, 21:34
Meine Gewässer: Havel, Ostsee und der ganze Osten Deutschlands

Re: Stromsparende Echolot-Einstellung

Beitrag von vatas-sohn »

Aha... da liegt also der Hund begraben. :D Lithiumakkus sollte man nur a) baugleich und b) aus gleicher Charge zusammenschalten. Zudem ist der Zellinnenwiderstand eine wichtige Größe. Allerdings sind die akkus ja so alt, daß das eh egal ist, denn diese dürften die gängigen Ladezyklen längst überschritten haben.
Wenn es jetzt so gut geht, dann ist doch alles gut. Dennoch würde ich mal danach schauen, ob Dein Echolot nicht doch die Einstellungen speichern kann. Würde mich schon wundern wenn nicht...
Grüße aus Brandenburg an der Havel! :hiding:

Ron

Benutzeravatar
Salvelinus
Beiträge: 26
Registriert: 28.04.2020, 13:10
Meine Gewässer: Listersee, Biggesee, Lenne
Wohnort: Hohenlimburg
Kontaktdaten:

Re: Stromsparende Echolot-Einstellung

Beitrag von Salvelinus »

Moin Ron,
hab's noch mal probiert mit den Einstellungen. Das Hintergrundlicht lässt sich nur über ein Kurzmenü (schnell und ohne großen Aufwand) verändern, die Einstellung lässt sich dort jedoch nicht abspeichern. Im Hauptmenü, dessen Einstellungen gespeichert werden, gibt es keinen Menüpunkt für das Hintergrundlicht. Aber egal, ich kann damit leben.
Zu den Akkus: Beide sind absolut baugleich, gleiche Type, Hersteller und Baujahr. Kann natürlich sein, dass beide unterschiedlich viele Ladezyklen mitgemacht haben. Hatte zuerst auch ein ungutes Gefühl bei der Parallelschaltung bzgl. möglicher Selbstentladung. Das scheint aber kein Problem zu sein.
Gruß, Thomas
Zum Angeln geboren, zur Arbeit gezwungen
https://www.youtube.com/user/SalvelinusSalvelinus

Benutzeravatar
vatas-sohn
Beiträge: 223
Registriert: 14.06.2012, 21:34
Meine Gewässer: Havel, Ostsee und der ganze Osten Deutschlands

Re: Stromsparende Echolot-Einstellung

Beitrag von vatas-sohn »

Ist ja irre: Laut Bedienungsanleitung geht das in der Tat nicht! :shock: Scheint aber mit zwei Klicks erledigt zu sein- na dann eben so....

Was die Akkus anbelangt: Da gibt es eigentlich kein wirkliches Problem bei. Lediglich ist es so, daß der "bessere" Akku sich an dem "schlechteren" Akku orientiert und zukünftig ebenso nur noch die schlechtere Leistung erbringt.
Grüße aus Brandenburg an der Havel! :hiding:

Ron

Antworten